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07. – 08. APRIL 2016
MONTANUNIVERSITÄT| LEOBEN

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Tagungsprogramm und Inhalte

Donnerstag, 7. April 2016

 

ab 09:30 Uhr

Fachmesse

 

 

 

 

Moderation: Mag. Helmut Schöffmann, ORF Steiermark

 

 

 

„Verkehrstelematik für alle“

 

10:00 Uhr

Eröffnung der Tagung und Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Kurt Wallner

 

Donnerstag

7. April 2016

Vormittag

Was ist Verkehrstelematik? aktuelle Technologien

Kay Tewes, PSI Transcom (D)

 

Smarte ITCS-Alternativen

DI Jannis Rohde, HaCon (D)

 

Verkehrstelematik aus Sicht der Kunden

Trevor Garrod, European Passengers Federation (UK)

 

Smart Shuttle – Automatisiertes Fahren im Öffentlichen Verkehr

DI (FH) Anja Benesch, PostAuto Schweiz AG Mobilitätslösungen (CH)

 

Diskussion

 

Mittagspause und Fachmesse

 

 

 

 

 

Verkehrstelematik und Informationsquellen

 

13:30 Uhr

Nutzung vorhandener GPS-Daten für Telematiklösungen

Mihai Ghete BSc., Bike Citizens (A)

Donnerstag

7. April 2016

Nachmittag

TrafficCheck.at – Crowdsourcing zur Evaluierung von Lichtsignalanlagen

DI Erich Gaube, IKK Graz (A)

 

Anforderungen an ITCS „light“ als Lösung für klein- und mittelständige Unternehmen

Dipl. Betriebswirt (FH) Dirk Klingenberg, Zelisko (A)

 

Diskussion

 

Kaffeepause und Fachmesse

 

 

 

 

 

Verkehrstelematik und Daten

 

15:30 Uhr

OpenStreetMap – selbsterfasste Daten als Grundlage für Navigation

Michael Maier, OpenStreetMap-Consultant (A)

Donnerstag

7. April 2016

Nachmittag

Aktueller Stand von Open Data in Österreich

Patrick Wolowicz, subzero.eu software (A)

 

SHIQUE – Crowdsourced Daten zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur

Alex van Dulmen, BBE MSc., FH JOANNEUM (A)

 

Der große Erfolg von Open Data bei “Transport for London”

Dominik Malaisé, Transport for London (UK)

 

Diskussion

 

 

 

 

 

Tagesabschluss

 

 

Generation Y, permanentes Leben mit dem Smartphone im Verkehr

Prof. DI Dr. Günter Getzinger, Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung (A)

 

bis 18:00 Uhr

Fachmesse

 

 

 

 

 

Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr

 

 

*      Download Tagungsprogramm (PDF)

 

 

 

Inhaltlicher Ausblick

Kay Tewes, PSI Transcom (D)

Was ist Verkehrstelematik? Aktuelle Technologien  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

ITCS, EFM, RBL, LSA, E-Ticketing, …

Diese Abkürzungen kennt wahrscheinlich jeder, der mit dem Personennahverkehr zu tun hat. In den meisten Fällen bezeichnen sie mehr oder weniger komplexe Soft- und Hardwarelösungen, die zur Überwachung und Steuerung der Bus- und Bahnverkehre unerlässlich sind.

Smartphone, App, Tablet, WIFI, Internet der Dinge …

Diese Bezeichnungen kennt wahrscheinlich inzwischen jeder, auch diejenigen, die nichts mit dem ÖPNV zu tun haben. Sie nutzen sie täglich, es verursacht Unfälle auf dem Gehweg weil alle nur noch auf ihr Smartphone achten, aber sie holen sich darüber auch Fahrplanauskünfte, buchen Carsharing-Autos, verknüpfen Verkehrsträger durch Apps wie Moovit, Moovel, Qixxit, um nur einige zu nennen.

Daher soll hier die Frage gestellt werden:

„Welchen Einfluss haben die Entwicklungen im Bereich der mobilen Kommunikation, die inzwischen in jeden Bereich des Lebens Einzug gehalten haben, auf die klassische Verkehrstelematik?“

·       Benötigen wir noch große, komplexe Softwareanwendungen?

·       Ist es überhaupt noch sinnvoll, Haltestellen mit Fahrgastinformationsanzeigern auszurüsten?

·       Was passiert, wenn Google und Co. uns die Informationshoheit ab-nimmt?

DI Jannis Rohde, HaCon (D)

Smarte ITCS-Alternativen  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Das rechnergestützte Betriebsleitsystem HAFAS Smart VMS ist eine kostengünstige, webbasierte Alternative zu Voll-VMS-Systemen. Es ist ein offenes, mandantenfähiges System, das problemlos in vorhandene IT-Landschaften integriert werden kann. Die HaCon-Software wird auf handelsübliche Smartphones oder vorhandene Bordrechner in den Fahrzeugen installiert, ermittelt die exakte Fahrzeugposition per GPS und sendet diese an einen zentralen Server. HAFAS Smart VMS generiert daraus Echtzeitdaten, die für die Betriebsführung, Fahrgastinformationen und Anschlusssicherung benutzt werden.

DI (FH) Anja Benesch, PostAuto Schweiz AG Mobilitätslösungen (CH)

Smart Shuttles – Automatisiertes Fahren im Öffentlichen Verkehr  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Im Auftrag der Post will die PostAuto Schweiz AG in Sitten zusammen mit weiteren Partnern wie der Stadt Sitten, dem Kanton Wallis sowie der ETH Lausanne während rund zwei Jahren zwei automatisierte Fahrzeuge testen.

Die Tests werden im Rahmen des Mobilitätslabors (Mobility Lab Sion-Valais) durchgeführt.  In der ersten Phase, von Dezember 2015 bis Frühling 2016, werden die Fahrzeuge von Fachspezialisten auf einem abgesperrten Privatareal getestet. Falls die zuständigen Behörden den Pilotversuch bewilligen, werden die autonomen Shuttles in der zweiten Phase im öffentlichen Raum verkehren und Personen befördern. Die gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz automatisierter Fahrzeuge im öffentlichen Raum sind derzeit noch nicht abschließend geregelt.

PostAuto arbeitet eng mit dem französischen Fahrzeughersteller Navya und den zuständigen Behörden zusammen, um die beiden Fahrzeuge mit Ausnahmebewilligungen betreiben zu können. Parallel zu diesem einzigartigen Pilotversuch in Sitten arbeitet die ETH Lausanne daran, autonome Shuttles in das System des öffentlichen Verkehrs zu integrieren und einen bedarfsorientierten Dienst zu ermöglichen.

Schlussendlich geht es darum, die neue Technologie für den Einsatz im ÖV zu testen und in diesem Zusammenhang Aspekte wie Kundenakzeptanz, rechtliche Fragestellungen, Geschäftsmodelle und die Auswirkungen für den ÖV als Ganzes zu prüfen.

 

Mihai Ghete BSc., Bike Citizens (A)

Nutzung vorhandener GPS-Daten für Telematiklösungen  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

 

Bike Citizens ist Anbieter von Telematik-gestützten Mobilitätslösungen im Bereich des urbanen Radfahrens. Kernelemente des Bike Citizens-Ökosystems sind eine speziell für das Fahrrad entwickelte Routenberechnung bzw. GPS-gestützte Navigation, sowie die Aufnahme, Sammlung und Aufbereitung von Fahrraddaten ("Tracking"). Zudem ist Bike Citizens in einigen Forschungsprojekten involviert und entwickelt mit Unterstützung von Institutionen wie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) oder der European Space Agency (ESA) Lösungen, um das Fahrradfahren in Städten noch einfacher und attraktiver zu machen.

Aggregierte Daten und daraus gewonnene Erkenntnisse werden Kommunen zum Zwecke der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur zugänglich gemacht. Eine Neuerung ist die Integration von Bike Sharing Anbietern (z.B. Citybike Wien), sodass immer der optimale Weg zwischen zwei Punkten über gerade freie Abhol- und Rückgabestationen gefunden werden kann. Bike Citizens versteht sich als All-Round-Lösungsanbieter. Mit der Smartphone Halterung Finn hat der oder die Benutzer/-in die Möglichkeit, das Smartphone zum Zwecke der Navigation am Lenker unkompliziert zu befestigen.

 

DI Erich Gaube, IKK Graz (A)

TrafficCheck.at – Crowdsourcing zur Evaluierung von Lichtsignalanlagen  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

TrafficCheck.at ist eine online Feedback-Plattform zur intuitiven Bewertung der Verkehrsqualität und Verkehrssicherheit an lichtsignalgeregelten Kreuzungen sowie zur Störmeldung aus Sich unterschiedlicher Gruppen von VerkehrteilnehmerInnen via Smartphone oder Internet.

Dabei ist TrafficCheck.at voll in das Qualitätsmanagementsystem für Lichtsignalanlagen von Stadtverwaltungen integriert und erlaubt eine systematische und strukturierte Erfassung sowie einfache Verwaltung der Bewertungen und Meldungen. TrafficCheck.at kann als zentrales Werkzeug zur Interaktion und zum Informationsaustausch zwischen VerkehrsteilnehmerInnen und Stadtverwaltungen inklusive statistischer Kennzahlen zur Messung der Kundenzufriedenheit und deren Entwicklung im Laufe der Zeit dienen.

Michael Maier, OpenStreetMap-Consultant (A)

OpenStreetMap – selbsterfasste Daten als Grundlage für Navigation  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Michael Maier beschäftigt sich seit 2010 mit OpenStreetMap und ist seit einigen Jahren auch als Consultant in dem Bereich tätig.

Folgende Themen werden im Vortrag behandelt: Zuerst eine kurze Einführung zu OpenStreetMap: Die Beweggründe, Geschichtliches, Organisation, sowie technisches zur Datenstruktur, Lizenz und wie man zu den Rohdaten kommt. Danach steigen wir in das Thema der Navigation mit OpenStreetMap ein: Wegtypen, Beschränkungen, Fahrspuren sowie Baustellen. Es folgt ein kurzer Überblick über mögliche Software zur Navigation, und endet mit einem praktischen Beispiel, wie Routing für mobilitätseingeschränkte Personen mit OpenStreetMap möglich ist.

Patrick Wolowicz, subzero.eu software (A)

Aktueller Stand von Open Data in Österreich  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Patrick Wolowicz ist iOS App Entwickler und Mitbegründer von Offene Öffis, einer Initiative die sich für Open Data im Mobilitätsbereich einsetzt.

Erfahren sie was Open Data ist und welche Vorteile sich dadurch im Mobilitätsbereich für Anbieter und Kunden ergeben. Wir besprechen Österreichs aktuelle Open Data Schnittstellen, welche gut funktionieren und was man für einen erfolgreichen Open Data Launch beachten sollte. Weiters schauen wir uns einen Ausschnitt an Apps und Services an, die in Österreich durch Open Data ermöglicht werden.

Alex van Dulmen, BBE MSc., FH JOANNEUM (A)

SHIQUE: Crowdsourced Daten zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Das Projekt SHIQUE hat im Rahmen einer Sondierung des Forschungsprogramms „Mobilität der Zukunft“ der FFG erforscht, inwieweit Smartphone Sensorik eingesetzt werden kann, um mittels Crowdsourcing zuverlässig Verkehrsdaten zu Intensität, Routenwahl, Qualität der Infrastruktur und Erfahrungen der Nutzer, kostengünstig und automatisch zu erheben sowie bereitzustellen. Technisch gesehen gibt es dafür ein großes Potenzial, allerdings war nicht bekannt wie das technisch umsetzbar ist und inwieweit die österreichische Gesellschaft und die Straßenverwaltungen technisch, organisatorisch und juristisch in der Lage sind diese Möglichkeiten zu nutzen.

Prof. DI Dr. Günter Getzinger,

Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung (A)

Generation Y – permanentes Leben mit dem Smartphone im Verkehr  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Junge Erwachsene zwischen 16 und 36 Jahren – die sogenannte Generation Y – haben ein deutlich anderes Mobilitätsverhalten als die Generationen davor. Die wichtigsten Tendenzen sind dabei die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, des Fahrrads sowie verschiedenster Formen des Carsharings, des Bikesharings und des Ridesharings. Der vielleicht wesentlichste Faktor für diese Veränderung ist die permanente, mobile Verfügbarkeit des Internets mit Hilfe des Smartphones, und damit einhergehend, dessen intensive Nutzung. Beispielhaft seien einige, vor allem im Hinblick auf die zunehmende Attraktivität des öffentlichen Verkehrs für junge Erwachsene bedeutsame Funktionen des Smartphones genannt: Routenwahl (Erstellung optimierter, multimodaler Mobilitätsketten), Fahrplanabfragen, Buchung, Reservierung, Ticketing, Navigation, Schlüsselfunktion, Kommunikation, Information, E-Learning, Unterhaltung (audio/video), Bestellen, Bezahlen. Unterstützt werden diese Funktionen durch immer komfortablere Anwendungssoftware (Apps) und Benutzeroberflächen sowie durch die Verfügbarkeit eines leistungsfähigen WLANs