Logo Regiomove16.jpg

07. – 08. APRIL 2016
MONTANUNIVERSITÄT| LEOBEN

RM16_Bild1_web.jpg

Tagungsprogramm und Inhalte

Freitag, 8. April 2016

 

 

Moderation: DI Werner Reiterlehner, Land Steiermark

 

 

 

 

 

Auskunftssysteme im Verkehr

 

09:00 Uhr

Grußworte von Landesrat Mag. Jörg Leichtfried

 

Freitag

8. April 2016

Vormittag

Verkehrsauskunft Österreich – eine ganzheitliche Lösung

Mag. Stefan Mayr, VAO (A)

 

Moovit – Echtzeitinformation auf Crowd-Basis

Jan Lüdtke, Moovit (D)

 

Echtzeitauskünfte als notwendiges Angebot für Fahrgäste

Michael Kieslinger, MA, Fluidtime (A)

 

Diskussion

 

Kaffeepause und Fachmesse

 

 

 

 

 

Ticketing und Telematik

 

10:40 Uhr

Be-In-Be-Out: neueste Entwicklungen mit RFID

Manfred Retka, Trapeze Group (D)

Freitag

8. April 2016

Vormittag

Digitalisierung vernetzter Mobilität – Apps als Strategie des klassischen ÖV?

Mag. (FH) Reinhard Birke, Projektleiter SMILE (A)

 

Verkehrsmittelübergreifende Mobilität und mehr durch die neue Schweizer Mobilitätskarte SwissPass

Bernd Nagel, SBB (CH)

 

Multimodale Mobilität in Stuttgart – Ein Best Practice Bericht

Dr. Andreas Helferich, highQ Professional Service GmbH (D)

 

Diskussion

 

Mittagspause und Fachmesse

 

 

 

 

 

Moderation: Norbert Swoboda, Kleine Zeitung

 

 

 

 

 

(Verkehrs-) Telematik-Aussichten

 

13:00 Uhr

Hacking along the track – Bedrohungen in der Verkehrstelematik

DI Takashi Linzbichler, FH JOANNEUM (A)

Freitag

8. April 2016

Nachmittag

Dispositions- und Organisationsvoraussetzungen für ein erfolgreiches AST-System

Alexander Stiasny, BSc., ISTmobil (A)

 

„automatisiert und vernetzt“ – Herausforderungen und Chancen für die individuelle Mobilität der Zukunft

DI Martin Russ, Austria Tech (A)

 

Öffentlicher Verkehr Neu – mit autonomen öffentlichen Individualfahrzeugen?

DI Franz Lückler, ACstyria Autocluster GmbH (A)

 

Schlussdiskussion

 

Ende der Tagung

 

 

 

 

 

Anschließend: Geführter Stadtrundgang

 

 

http://icons.iconarchive.com/icons/hopstarter/soft-scraps/256/Adobe-PDF-Document-icon.png  Download Tagungsprogramm (PDF)

Inhaltlicher Ausblick

Mag. Stefan Mayr, VAO (A)

Verkehrsauskunft Österreich – eine ganzheitliche Lösung  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Das Umsetzungsprojekt Verkehrsauskunft Österreich wurde mit der Zielsetzung gestartet, allen Endnutzern eine hochqualitative, kostenfreie und österreichweite Verkehrsauskunft zur Verfügung zu stellen. Diese Ziele wurden durch die Einbeziehung aller wichtiger Modalitäten (ÖV, MIV, NMIV), die Verknüpfung der Modalitäten (z.B. Park+Ride, Autoreisezug,…) sowie durch Umwelt- und Reisezeitvergleiche und die Einbeziehung aktueller Verkehrslagen und Verkehrsmeldungen erreicht. Weiters wurde ein Fokus auf sicherheits-, verkehrs- und umweltpolitische Akzente („modal shift“) gesetzt.

Für die Projektpartner wird eine Qualitätssteigerung der Auskunftssysteme bei gleichzeitiger Kostenersparnis durch die Nutzung von Synergien im Bereich Anschaffung, Daten und Lizenzen erreicht.

Im Zuge des Projekts wurden organisatorische Rahmenbedingungen zur Zusammenarbeit der Projektpartner geschaffen sowie eine flexible und erweiterbare Software-Architektur mit definierten Schnittstellen erstellt.

Im Dezember 2015 gründeten die Shareholder ÖBB Holding AG, ASFINAG, ARGE ÖVV OG, BMVIT und ÖAMTC die Verkehrsauskunft Österreich VAO GmbH.

Jan Lüdtke, Moovit (D)

Moovit – Echtzeitinformation auf Crowd-Basis  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Moovit stellt einen Routenplaner für den ÖPNV zur Verfügung, bei dem Crowdsourcing eine wichtige Rolle Spielt. Zum einen hilft eine weltweite Community von aktiven Editoren im ersten Schritt dabei, bisher nicht vorhandene ÖPNV-Daten zu erheben. Neben diesem aktiven Crowdsourcen von statischen Soll-Daten, werden passiv gesammelte Daten dazu genutzt Echtzeitinformationen zu genieren. So können Moovits Algorithmen durch Einbeziehung der GPS-Daten der Nutzer, tatsächliche Ankunfts- und Abfahrtszeiten in die Routenplanung mit einfließen lassen. In einem weiteren Schritt, wird es den Nutzern darüber hinaus ermöglicht Informationen zur Aktuellen Lage des ÖPNV bereitzustellen, und so andere Fahrgäste darüber zu informieren, ob die Reise Planmässig verlaufen kann oder ob Hindernisse zu beachten sind. Moovit arbeitet in eng mit den lokalen ÖPNV-Betreibern und Verkehrsverbänden zusammen, um die durch die Crowd erhoben Daten zu teilen.

Michael Kieslinger, MA, Fluidtime (A)

Echtzeitauskünfte als notwendiges Angebot für Fahrgäste  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Die Angebote auf dem Verkehrsmittelmarkt werden immer differenzierter. Innovative Sharing- Angebote, Elektromobilität und private (Bus-)Anbieter schließen nicht nur die Lücke zwischen klassischem Individualverkehr und öffentlichem Verkehr, sondern ermöglichen auch eine flexible intermodale Kombination. Der ÖV dient hierzu als das operative Rückgrat. Dieses neue Verkehrsverhalten stellt die ÖPV Verkehrsunternehmen in der Stadt vor neue Aufgaben: Es gilt die öffentlich zugänglichen Mobilitätsformen miteinander sinnvoll zu verbinden und neue Angebote zu schaffen. 

Mit dieser zunehmenden Pluralisierung der Angebotslandschaft wächst jedoch aus Kundensicht auch die Komplexität des gesamten Verkehrsmittelsystems, da immer mehr mögliche Optionen mitgedacht und zusätzliche Informationsquellen konsultiert werden müssen. Umso wichtiger ist in diesem Zusammenhang der integrierte Zugang korrekter Informationen. Beginnend bei der konsistenten Bereitstellung aktueller Echtzeitinformationen der eigenen Fahrzeugflotte über alle Ausgabemedien hinweg (u.a. App, Webauskunft, Haltestellenanzeigen), gilt es insbesondere auch Echtzeit-Informationen weiterer verfügbarer Verkehrsmittel seinen Kunden zu bieten, um damit der Rolle eines zukünftigen regionalen Mobilitätsanbieters gerecht zu werden. Dabei kommt vor allem der stetig steigenden Verbreitung von Smartphones eine gesonderte Rolle zu: diese ermöglichen neben einem nutzerzentrierten Zugang zu Information vor allem eine ständige Online-Verfügbarkeit und ermöglichen den Nutzer jederzeit und überall aktuelle Mobilitätsinformationen konsumieren zu können. Dieser Kundennachfrage nachzukommen stärkt somit maßgeblich die Position des Service-Providers im Mobilitätsmarkt von morgen.

 

Manfred Retka, Trapeze Group (D)

Be-In-Be-Out: neueste Entwicklungen mit RFID  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Die Verkehrsbranche beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Raumerfassungstechnologie zur automatischen Erhebung des Fahrgelds.

Sie wurde in der Vergangenheit bereits in Pilotanwendungen mit Fahrgästen erfolgreich in der Praxis getestet und steht nun als Ergebnis eines europaweiten Wettbewerbes als zertifiziertes BIBO-System zur Verfügung.

Führende Transportunternehmen wie die Schweizerische Bundesbahn (SBB) und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) haben die Anforderungen an die automatische Ticket-Erfassung insbesondere auch bezogen auf die Security, Performance und Erfassungsgenauigkeit definiert.

Die RFID-basierte BIBO-Technologie ist in der VDV-KA Stufe 3b beschrieben.

Sie ist in der Lage, die betrieblichen Anforderungen an moderne Zugangs- und Ticketing-Systeme zu erfüllen und vor allem aber dem Fahrgast einen bis anhin unerreichten Komfort zu bieten.

Das System basiert auf einer RFID-Chipkarte, die der Fahrgast beispielsweise in der Brieftasche bei sich trägt sowie ent¬sprechenden Lesegeräten in den Fahrzeugen.

Sobald der Fahrgast ein Fahrzeug betritt wird der RFID-Chip aktiviert und dem Fahrzeug zugeordnet.

Mittels Raumerfassung prüft das System während der Fahrt regelmäßig, ob der RFID-Chip sich noch im Fahrzeug befindet.

Damit kann die Benutzung des Verkehrsmittels individuell und genau nach der gefahrenen Strecke erfasst und abgerechnet werden.

Der Fahrpreis wird dem Kunden periodisch in Rechnung gestellt oder direkt nach der Fahrt von seinem Bank- oder Kreditkartenkonto abgebucht.

Mag. (FH) Reinhard Birke, Projektleiter SMILE (A)

Digitalisierung vernetzter Mobilität – Apps als Strategie des klassischen ÖV?  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Ein starker öffentlicher Verkehr als Rückgrat der urbanen Mobilität, steht nicht nur vor der Herausforderung auch private Mobilitätsangebote miteinander zu vernetzen, sondern darauf aufbauend auch einfach zu nutzende Endkundenservices anzubieten. Im Bereich dieser digitalen Applikationen und Endkundenservices hat in den letzten Jahren eine massive Beschleunigung und Professionalisierung begonnen. Kann der ÖV in diesem Segment überhaupt noch eine sinnvolle Rolle spielen? Welche neuen Geschäftsfelder ergeben sich daraus?

Bernd Nagel, SBB (CH)

Verkehrsmittelübergreifende Mobilität und mehr durch die neue Schweizer Mobilitätskarte SwissPass  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Im August 2015 wurde schweizweit die neue Mobilitätskarte SwissPass eingeführt. Der SwissPass ist eine Plastikkarte mit integriertem RFID-Chip und dient als Trägermedium für schweizweit gültige ÖV-Abonnemente. Neben ÖV-Leistungen sind auf dem SwissPass Dienstleitungen von ÖV-nahen Partnern verfügbar: z.B. Skipässe und Abos für Mietautos. Der Beitrag informiert über die Herausforderungen bei der Einführung des SwissPass und dessen künftige Weiterentwicklung.

Dr. Andreas Helferich, highQ Professional Service GmbH (D)

Multimodale Mobilität in Stuttgart – Ein Best Practice Bericht  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

Im seit 2013 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität geförderten Projekt Stuttgart Services hat ein Konsortium von 23 Partnern unter Führung der Stuttgarter Straßenbahnen AG unter dem Arbeitstitel Stuttgart Service Card ein einheitliches Zugangsmedium zu multimodaler Elektromobilität und ergänzenden städtischen Angeboten entwickelt. Dabei war es Ziel des Projekts , den Nachhaltigkeitsverbund (zu Fuß, Fahrrad, Sharingkonzepte, ÖPNV und elektromobiler Individualverkehr) zu stärken. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität in der Region Stuttgart.

Unter der Marke polygo – Mobilität und Services in der Region Stuttgart sollen polygoCard, Portal und mobile Anwendung als einheitliche Informations- und Zugangsmedien zahlreiche Bürger motivieren, elektromobile und multimodale Angebote zu nutzen. Vom ÖPNV über (elektromobiles) Car- und Bikesharing sowie Elektro-Ladestationen bis hin zu Bibliotheken werden im Endausbau zahlreiche Dienstleistungen zugänglich sein, so dass eine medienbruchfreie Interaktion von der Information über die Reservierung bis hin zur Buchung möglich wird. Bereits heute sind über 150.000 polygoCards ausgegeben.

Dr. Andreas Helferich vom Projektpartner highQ wird das Projekt vorstellen und dabei auf die zentralen IT-Systeme eingehen, die es den Bürgern der Region einfach machen sollen, Vorreiter bei der Nutzung vernetzter, multimodaler Mobilität zu sein.

DI Takashi Linzbichler, FH JOANNEUM (A)

Hacking along the track – Bedrohung in der Verkehrstelematik  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

In breitem Ausmaß werden Verkehrsteilnehmer wie auch -ströme von IT-Systemen gesteuert. Egal, ob die Rede von (teil-) autonomen Fahrzeugen oder von intelligenten Verkehrsflusssteuerungen ist, immer kontrollieren Computer die Kernfunktionen dieser Systeme. Waren diese Computer lange Zeit abgeschottet von ihrer Umwelt, zeichnen sich moderne (oftmals als “smart” titulierte) Systeme durch umfangreiche Vernetzung und Datentausch mit verschiedensten anderen IT-Komponenten aus. Dies gilt für “intelligente” Navigationssysteme ebenso wie für Systeme zur Echtzeitanzeige von Fahrplanabweichungen oder Verkehrsbeeinflussung.

Im Rahmen des Vortrags wird anhand von Fallbeispielen auf die sich aus diesen Fakten ergebenden (potentiellen) Sicherheitsprobleme verwiesen und mögliche Abhilfen werden aufgezeigt.

Alexander Stiasny, BSc., ISTmobil (A)

Dispositions- und Organisationsvoraussetzungen für ein erfolgreiches AST-System  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

„Mikro-Verkehrsorganisation“ - Um einen öffentlichen Verkehr in der Fläche zu ermöglichen rücken zunehmend Mikro ÖV-Systeme ins Rampenlicht - vor allem in ländlichen Regionen. Mikro ÖV ist sehr bedarfsorientiert und kommt ohne große Investitionen in Infrastruktur aus. Vielmehr geht es dabei um Verkehrsorganisation. Doch auch regionale Verkehrsnetze benötigen gewisse Strukturen. Wagen wir gemeinsamen einen Blick in die praktische Organisation eines Mikro ÖV-Netzes.

DI Martin Russ, Austria Tech (A)

„automatisiert und vernetzt“ – Herausforderungen und Chancen für die individuelle Mobilität der Zukunft  https://cdn4.iconfinder.com/data/icons/ionicons/512/icon-arrow-up-b-128.png

 

Das Verkehrssystem von heute ist mit zunehmender Automatisierung konfrontiert und Aspekte wie Vernetzung und verkehrliche Sicherheitsaspekte müssen gelöst und verbessert werden. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen für Datensicherheit und Servicesicherheit. Am 28.10.2015 erfolgte der Startschuss zur Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans „Automatisiertes Fahren“ durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Mit dem Aktionsplan sollen die Rahmenbedingungen für das Erproben der erforderlichen Technologien in entsprechenden Testumgebungen geschaffen werden. Im Vordergrund dabei steht die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie und Wirtschaft. Ausgehend von den nationalen Kompetenzen in Wirtschaft und Forschung werden prioritärer Anwendungsfelder gemeinsam definiert und eine internationale Positionierung erarbeitet. AustriaTech ist für die Prozesskoordination in Abstimmung mit den wesentlichen heimischen Akteuren und Initiativen verantwortlich.

Im Rahmen des Vortrags erfolgt ein Statusbericht zum Prozess und zentrale offene Fragestellungen werden in einem breiteren Kontext diskutiert und die Stärkefelder und Quick-Wins aufgezeigt.